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Intensiv-Workshop Klarinette

Dozent: Johannes Schuler

Dieser viergliedrige Intensiv-Workshop richtet sich an Blasorchester, die den Klang und die spieltechnischen Möglichkeiten ihres Klarinettenregisters verbessern wollen.

Preis: auf Anfrage

Gesamtdauer: ca. 10 Stunden, Dauer der einzelnen Teile ist unten entsprechend angeführt.

Teilnehmerzahl: max. 8 (bei größeren Gruppen wird das Register aufgeteilt in 2 Kurse)

Es empfiehlt sich, diesen Workshop auf mehrere Termine aufzuteilen. Es können auch einzelne Teile dieses Workshops angefragt werden. Ein Instrument ist erforderlich zur Teilnahme, da die behandelnden Themen direkt im Kurs erprobt und ausgetestet werden.

Jeder Teil dieses Workshops bietet eine schriftliche Zusammenfassung für die Musiker/innen in der sich sämtliche Übungen und Tips nachlesen und wieder in Erinnerung rufen lassen.

Ich bitte darum, mich vorab darüber zu informieren ob eine Es-Klarinette, Bassklarinette oder gar Altklarinette oder Bassetthorn am Workshop teilnehmen, damit ich auf die besonderen Bedürfnisse dieser Instrumente ebenfalls eingehen kann.

Teil 1: Haltung, Atmung, Ansatz, Üben

(ca. 2 Stunden)

Ein guter Klang beginnt bereits bei der richtigen Körperhaltung und der richtigen Handhabung des Instruments. Aufbauend auf dieser Prämisse behandelt dieser Kurs Haltung und Lockerung des Körpers, sowie die optimale Fingerstellung. Teil 1 bildet somit die Grundlage für alle weiteren Teile dieses Workshops.

Weiterführend behandelt Teil 1 ebenso die richtige Atemtechnik und reicht den Musiker/innen Übungen an die Hand, wie sie selbst ihre Atemtechnik verbessern können.

Ein weiterer Abschnitt zeigt Fehler beim Ansatz am Mund auf und bietet individuelle Tips für jede/n Musiker/in, wie er/sie sich selbst oder mit Hilfe einer weiteren Person kontrollieren und korrigieren kann.

Abschließend von Teil 1 zeige ich den Musikern/innen ein Übeschema, wie in verschiedenen Übephasen technische Stellen schnell und effektiv aufgearbeitet und bewältigt werden können, ohne dabei unter Leistungsdruck zu geraten. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf rhythmischer Genauigkeit und gleichmäßigen Fingerbewegungen, sowie langsames Erhöhen des Spieltempos.

Ziel von Teil 1 ist es, den individuellen Klang der Musiker/innen sowie den allgemeinen Klang des Registers zu verbessern und die Musiker/innen dazu in die Lage zu versetzen mit möglichst geringem Übewaufwand technische Passagen allein zu bewältigen.

Teil 2: Atemführung, Phrasenkunde, langsame Phrasen, musikalisches Spiel, Zungen- und Artikulationstechnik

(ca. 2 bis 3 Stunden, aufbauend auf Teil 1)

Aufbauend auf Teil 1 beginnt Teil 2 bei der Führung des Atems über musikalische Phrasen hinweg. Einhergehend damit streife ich unweigerlich das Thema der Phrasenkunde und erläutere den Musiker/innen wie sie anhand von Taktschwerpunkten, Legatobögen und Artikulationsbezeichnungen musikalische Höhepunkte ansteuern und sinnvolle Atempausen finden können.

Ebenso schule ich in diesem Teil das Verständnis für langsame Bewegungen in der Musik und das allgemeine Verständnis für Notenwerte (langsame Achtelbewegungen sollen nicht mehr hektisch klingen, lange Noten enden zum richtigen Zeitpunkt).

Während diesem Abschnitt des Workshops sollen die Musiker/innen ihr Instrument besser kennenlernen. Sie lernen über ihre Atemtechnik auf die Schwächen ihres Instruments zu reagieren. Einzelne kritische Tonverbindungen werden hervorgehoben und mit praktischen Übungen und unterstützenden Denkweisen erleichtert.

Der Abschluß des zweiten Teils behandelt ausführlich das Thema der Artikulation, v.a. des Staccato-Spiels. Die Lockerheit der Zunge und das Ablegen hinderlicher Denkweisen spielen dabei die wichtigste Rolle.

Teil 3: Materialfindung, Mundstücke, Hersteller

(ca. 3 bis 4 Stunden)

In diesem Teil des Workshops stelle ich mich der schwierigen Diskussion um die Materialfindung. Ich stelle die wichtigsten Hersteller deutscher Klarinettenmundstücke vor und demonstriere im Zusammenarbeit mit den Musiker/innen verschiedene Bahnen und deren Effekte im Zusammenspiel von Instrument und Blatt.

Nebenbei gebe ich Tips, was die Musiker/innen auf ihren Instrumenten mit den verschiedenen Mundstücken ausprobieren sollen und worauf sie genau achten sollen. Ebenso erfrage ich von den Musikern/innen welche Effekte sie mit einem neuen Mundstück erzielen wollen. Denn das spielt alles eine große Rolle bei der Materialfindung.

Die Musiker/innen können im Dialog mit mir ihre Meinungen austauschen und bei mir individuellen Rat einholen, wie die Mundstücke zu ihren Spielweisen passen.

Im Idealfall finden die Musiker in diesem Teil des Workshops ihr neues Lieblingsmundstück. Im schlimmsten Fall finden sie aber Anhaltspunkte, wo sie mit ihrer Suche beginnen können.

Teil 4: Blattworkshop, Bearbeitung und Anpassung des Klarinettenblatts.

(ca. 2 Stunden)

Es ist nie verkehrt auch über die wohl "brüchigste" Angelegenheit des Klarinettenspiels Bescheid zu wissen.

In dieser anregenden "Bastelstunde für Klarinettisten" erkläre ich den Musikern/innen, wie sie ihre Blätter bearbeiten können und worauf sie dabei achten müssen, damit das Blatt auch nach der Bearbeitung immer noch funktioniert. Ebenso erkläre ich, wie während eines Bearbeitungsvorganges laufend das Blatt überprüft werden muss und welche Tricks dabei eine Rolle spielen.

Ich stelle verschiedene Werkzeuge vor und zeige, wie man damit ein Blatt bearbeiten kann, welche Zonen des Blatts bearbeitbar sind, und welche Effekte man damit erzielen kann. Dabei kommen Blattabschneider, Messer, Schleifpapier, getrocknete Schachtelhalme, Schleifsteine, Leukopor und sogar Kieselsteine zum Einsatz. Wer hätte gedacht, dass man das meiste davon im Baumarkt findet oder ein Gang zur Apotheke den Klang des Blattes verschönert?

Fragen wie "Wie rette ich mein abgeknicktes Konzertblatt?" und "Wie finde ich meine optimale Blattstärke heraus?" werden dabei genauso geklärt wie verschiedene Anpassungen des Blattes an unterschiedliche akustische Verhältnisse und warum es mehr Sinn macht, gleichzeitig mehrere Blätter zu spielen als nur das eine, das gerade noch so funktioniert.

Anschließend stelle ich sinnvolle Aufbewahrungsmöglichkeiten für Blätter vor, die die Lebensdauer erhöhen und verbesserten Schutz bieten.

Und zuguterletzt erkläre ich, wie man Blätter auf Konzerte vorbereitet und sie langsam einspielt, damit sie nicht im Ernstfall plötzlich schlapp machen.

Hinweis:

Das Orchester sollte ein paar Blätter für diesen Teil des Workshops bereitstellen. Gleichzeitig sollten sich die Musiker/innen ebenfalls auf den Teil 4 selbst etwas vorbereiten und Blätter sammeln, die sie vor kurzem aussortiert haben und nicht mehr verwenden. Vielleicht lässt sich da ja noch etwas machen, sofern diese "kaputten" Blätter noch einigermaßen gut aussehen.

Es ist auf jeden Fall von Vorteil, wenn jeder zur Bearbeitung vier bis fünf Blätter zur Verfügung hat, die man bearbeiten kann. Ausschußware aus durchprobierten Schachteln, die den spielerischen Standards der Musiker/innen nicht genügten sind dafür ideal.

Man sollte sich auch darauf gefasst machen, dass das eine oder andere Blatt völlig ruiniert wird, wenn man noch nicht so geübt darin ist, Blätter zu bearbeiten.

Für das erfolgreiche Bearbeiten von Blättern zählen vor allen Dingen Erfahrungswerte und Fingerspitzengefühl!

Region: Zollernalb, Neckaralb, Böblingen, Herrenberg


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